Episode 18 – Alexander Bracht: Innovationsförderung Hessen
Shownotes
In der 25-jährigen Geschichte der Innovationsförderung konnten für 1.900 Projekte 328 Millionen Euro Projektfördermittel ausgereicht werden. 270 Millionen Euro Eigenmittel kamen aus der Wirtschaft noch hinzu. Das macht eine Gesamtsumme von ca. einer halben Milliarde Euro.
Die Zukunft ist digital – und daher können Anträge zukünftig über ein Fördermanagement-Tool digital eingereicht werden. Demnach schaffen wir nicht nur eine moderne, effiziente Verwaltung in Hessen, sondern legen einen wichtigen Baustein für eine zukunftsorientierte Förderlandschaft. So wird der Weg für die nächste Generation von innovativen Projekten geebnet. Innovationsförderung Hessen: Wir sind die Möglichmacher!
Daniel Fischer interviewt Alexander Bracht (Abteilungsleiter Innovations- und Nachhaltigkeitsprojekte / Hessen Agentur), der sein Herzensprojekt vorstellt.
Fragen über Fragen! "20 Minuten Hessen" gibt Antworten.
Transkript anzeigen
00:00:18: Herzlich willkommen zum Podcast
00:00:21: der
00:00:21: Hessen-Agentur.
00:00:26: Jetzt mit Daniel Fischer.
00:00:29: Und man könnte meinen, er ist mir noch da.
00:00:32: Er war einer letzten Folge zu Gast.
00:00:34: Und ist das auch heute.
00:00:35: Das freut mich sehr.
00:00:36: Alexander Bracht, Abteilungsleiter der Hessen-Agentur GmbH im Bereich Innovation und Nachhaltigkeitsprojekte.
00:00:43: Hallo noch mal.
00:00:44: Hallo, lieber Herr Fischer.
00:00:45: Weil es Ihnen beim letzten Mal so gut gefallen hat.
00:00:47: Ja, genau.
00:00:48: In der Runde mit Minister und Volke Mühlhalzer.
00:00:51: Wir haben lauter, tolle, wichtige Themen.
00:00:53: Deshalb, ich bin gerne hier.
00:00:55: Da haben wir über Commercial Cords gesprochen.
00:00:57: Gerne noch mal nachhören diese Folge.
00:00:59: Und heute widmen wir uns der Innovationsförderung Hessen.
00:01:03: Und das tun wir im eins zu eins.
00:01:06: Also, wir können uns komplett auslassen, zwanzig Minuten lang über das, was an Innovationen in Hessen gefördert wird.
00:01:13: Vielleicht müssen wir das zu Beginn auch erst mal vorstellen.
00:01:14: Was ist die Innovationsförderung Hessen?
00:01:16: Ja, die Innovationsförderung Hessen, die gibt es im Prinzip seit es die Hessen-Agentur gibt, im Jahr vier.
00:01:23: Allerdings schon ein bisschen früher haben wir mit dem Thema begonnen.
00:01:27: Eine unserer Vorläufergesellschaften hat es schon in den Hundertneinundneinzig Innovationsförderungen gemacht.
00:01:32: Das stand ja quasi in der ... Grund-DNA, also wir blicken auf twenty-fünf Jahre Erfahrung in der Innovationsförderung zurück.
00:01:41: Innovationsförderung heißt halt, dass man Ideen fördert, bis sie zur Marktreife kommen.
00:01:46: Das ist unser Ziel und damit Hessen voranbringen.
00:01:50: Aber das ist eine ganz, ganz schöne Aufgabe, ne?
00:01:52: Das ist ja irgendwie auch, da spielen auch Emotionen eine Rolle, oder muss man die ausblenden?
00:01:56: Die muss man manchmal ausblenden, wenn man sich in eine Idee verliebt.
00:02:01: Aber ansonsten ist es wirklich eine sehr schöne Aufgabe.
00:02:04: Und unsere Leute sind auch viele viele Jahre bei der Stange.
00:02:08: Wir haben kaum Fluktuation.
00:02:10: Also die Menschen sind begeistert von dem Job, den sie machen
00:02:14: bei uns.
00:02:15: Wir können ja mal ein paar Zahlen nennen, weil die sind wirklich im Laufe der Jahre so.
00:02:18: was von beeindruckend, wie viele Innovationen Sie gefördert haben.
00:02:23: Haben Sie welche parat?
00:02:24: Ja, genau.
00:02:24: Wir haben ein Tausend neunhundert Projekte bis jetzt gefördert.
00:02:29: Über dreihundert ... Noch
00:02:30: mal, in wie vielen Jahren?
00:02:32: Das ist jetzt seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit
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00:03:01: Projektvolumenzzahl von rund einer guten halben Milliarde Euro bewegt haben.
00:03:08: Also, Null, sechs Milliarden Euro, wenn man es genau rechnet, haben wir bewegt.
00:03:13: Das ist eine enorme Zahl.
00:03:14: Wir sind ja mittlerweile an große Zahlen gewöhnt.
00:03:17: Aber noch vor ein paar Jahren wäre eine Milliarde viel Geld gewesen.
00:03:21: und Null, sechs für die Innovation in Hessen.
00:03:25: Spezifisch für hessische Betriebe, Hochschulen, Forschungseinrichtungen.
00:03:30: Allerdings.
00:03:31: Wie ist der Stand da?
00:03:33: Stand jetzt?
00:03:36: Stand jetzt ist ... Wir haben rund zwanzigköpfiges Team, die diese Themen bearbeitet.
00:03:44: Wir haben bis jetzt, also bis Jahresmitrechnen, wir das immer, zweihundertfünfzig Beratungen durchgeführt.
00:03:51: Wir haben einhundertfünfzig neue Projekts, Gitzen und Anträge bearbeitet.
00:03:56: Und wir haben vierhundertfünfzig Projekte am Laufen, also gerade laufend.
00:04:00: Und aus welchen Bereichen kommen die Projekte?
00:04:02: Also decken Sie wirklich so komplett alles ab?
00:04:05: Oder sagen Sie, okay, wir müssen uns einfach oft konzentrieren auf bestimmte Bereiche?
00:04:11: Wir spezialisieren uns auf die etwas komplexeren Fälle, insbesondere die Fälle, wo im Hause Hessen-Agentur, HTI und Landesenergie-Agentur, also in unserer Holding, Spiegelbildaktivitäten auf der nicht monetären Seite vorhanden sind.
00:04:27: Also wir haben in der Regel Themen, die auch ansonsten im Hause HTI und Lea bearbeitet werden, wo wir die Fördermittel dafür anbieten.
00:04:39: Das heißt, wir haben nicht diese großen Programme, die sich an die breite Masse richtet, sondern wir haben Spezialitätenprogramme im Thema Innovationen.
00:04:49: Das sind thematisch offene Programme, die wir da betreuen.
00:04:52: Wir haben auch spezielle Themenrichtungen wie Kultur- und Kreativwirtschaft, Start-Up-Förderung, ganz viel im Bereich Energie und Elektromobilität.
00:05:02: Wir haben die Messeförderung im Moment noch im Angebot.
00:05:06: Und sogar einige Programme, wo wir fachtechnische Dienststelle sind.
00:05:12: Große EU-Programme, die auch noch bei uns betreut werden.
00:05:16: Mit wem arbeiten Sie da zusammen?
00:05:18: Da arbeiten wir mit der V-Bank zusammen.
00:05:21: Kann ich gleich einhaken.
00:05:23: V-Bank ist eine perfekte Vorlage.
00:05:25: Herr Dr.
00:05:26: Rekhardt wird in einer der nächsten Folgen ebenfalls zu Gast.
00:05:29: Dann wird dann auf ihrem Platz sitzen.
00:05:32: Oder vielleicht holen wir noch einen anderen Stuhl dazu.
00:05:34: Aber da freuen wir uns auch sehr drauf.
00:05:36: Genau, da sind wir quasi im Tandem unterwegs.
00:05:39: Die V-Bank ist ja ... zuständig für die Ausreichung der EU-Mittel, die Hessen zur Verfügung stehen, insbesondere im Bereich dieses sogenannten FRE-Programmes.
00:05:49: Und da sind wir fachtechnische Dienststeller.
00:05:51: Das heißt, wir unterstützen die Antragsteller, wir beraten, wir begleiten die Projekte, da, wo halt unsere fachtechnische Expertise gefordert ist, die über das reine Bankgeschäft hinausgeht.
00:06:03: Okay, also dann war ... ein gutes Jahr?
00:06:08: Das war bisher ein gutes Jahr.
00:06:10: Wobei, die Frage ist für die Förderung.
00:06:14: Was ist die Motivation für Förderung?
00:06:16: Manchmal ist auch Krise Motivation für Förderung.
00:06:20: Manchmal ist, wenn die Wirtschaft sehr gut brummt, Förderung auch ... nicht zum richtigen Zeitpunkt.
00:06:26: Denn dann hat man volle Auftragsbücher.
00:06:29: Im Moment bewegen wir uns irgendwo dazwischen.
00:06:31: Es gibt einige Firmen, denen geht es nicht so besonders gut.
00:06:35: Anderen geht's richtig gut.
00:06:37: Und dementsprechend unterschiedlich ist dann immer die Auslastung.
00:06:41: Das ist auch von Branche zu Branche unterschiedlich.
00:06:44: Aber wir haben eigentlich ein sehr gutes durchschnittliches Jahr.
00:06:47: Ja.
00:06:47: Aber Sie haben von ... Projekten gesprochen in diesem Jahr.
00:06:53: Beratungsfälle.
00:06:54: Ist das mehr als sonst oder ist es voll im Soll?
00:06:57: Das ist eigentlich im Soll.
00:06:59: Und was glauben Sie, wie wird es?
00:07:01: Also es ist ja doch immer ja klar, wir gucken jetzt in die Glaskugel.
00:07:04: Aber trotzdem, wie ist so der Ausblick?
00:07:06: Wie ist so Ihre Prognose?
00:07:08: Ja,
00:07:09: das ist für uns natürlich erst mal wichtig, welche Programme stehen uns zur Verfügung im nächsten Jahr.
00:07:14: Und das sind neun Programme, die wir auch im ... Jahr zwanzig, sechsundzwanzig anbieten können.
00:07:21: Insbesondere blicken wir da natürlich auf die Start-up-Förderung, auf die Kultur- und Kreativwirtschaft.
00:07:27: Wir sind auch in der Elektromobilität weiter unterwegs.
00:07:30: Also sehr spannende Themen, auch die Entwicklungszusammenarbeit in so einem Programm, was schon viele, viele Jahre läuft.
00:07:36: Mit diesen Programmen sind wir weiter am Start.
00:07:39: Und denken, das wird ja auch sehr gut ausgelastet bekommen.
00:07:43: Und ein Highlight ist natürlich im nächsten Jahr auch die World Design Capital, also die Designhauptstadt, wo wir auch fördertechnisch begleiten und unterstützen.
00:07:53: Das wird ein großes Highlight nächstes Jahr sein.
00:07:56: Vielleicht ist es eine nächste Episode für die Podcasts.
00:08:00: Okay,
00:08:00: was World Design Capital?
00:08:03: Ganz kurz, wer da jetzt nicht drinsteckt, was ist das genau?
00:08:06: Das ist im Prinzip ein alle Jahre wechselndes Event, wo eine Hauptstadt gesucht wird, die sich ganz besonders im Bereich Design, Kulturen, Kreativwirtschaft bewegt, wo sich alle Aktivitäten mal ein Jahr lang darum konzentrieren, eine große Sichtbarkeit erzeugt wird.
00:08:27: Und wir freuen uns, dass das Rhein-Main-Gebiet herausgesucht wurde von der internationalen Jury.
00:08:35: Und da wird ganz viel zu diesem Thema passieren.
00:08:37: Und wir werden die Landesförderung dazu aufstellen.
00:08:40: Schön.
00:08:40: Das klingt gut.
00:08:41: Schönes Thema, klar.
00:08:42: Design ist natürlich auch immer eine optische Geschichte.
00:08:45: Insofern, ja, das klingt sehr interessant.
00:08:47: Vielleicht müssen wir noch mal klarstellen, wer wird denn eigentlich alles gefördert?
00:08:50: Also wer unseren Podcast jetzt zum Beispiel hört und sagt, Moment, gut, da könnte ich doch vielleicht auch mal.
00:08:55: Und ich habe da eine tolle Idee.
00:08:58: Wer wird gefördert?
00:08:59: Das sind insbesondere Unternehmen, also da hauptsächlich die kleinen und mittelständischen Unternehmen.
00:09:05: Das sind in der Regel die Nutzniese von Fördermitteln.
00:09:08: Es gibt nur wenige Programme, die sich an Großunternehmen richten.
00:09:11: Da haben wir auch welche im Programm, aber hauptsächlich diese kleinen und mittleren Unternehmen.
00:09:16: Dann natürlich Forschungseinrichtungen, Hochschulen.
00:09:20: bis hin zu privaten Vereinen, gerade in der Entwicklungszusammenarbeit, haben wir da eine sehr illustre Gruppe von sehr aktiven Menschen, die wir dann auch finanziell unterstützen können.
00:09:32: Also Unternehmen, Kommunen, Organisationen, Forschungseinrichtungen, kann man sagen, wo der größte Teil herkommt, aus welchem Bereich?
00:09:42: Das
00:09:42: richtet sich je nach Programm.
00:09:44: Es gibt Programme, die sind speziell zugeschnitten für Kommunen.
00:09:47: Programmsmartekommunen, da können nur kommunen Antragsteller sein.
00:09:51: Und dann gibt es Programme, die haben eine bestimmte Schwerpunktsetzung.
00:09:56: Wir hatten jetzt gerade im Bereich der Ladesäulenförderung aktuellen Schwerpunkt gesetzt.
00:10:01: Da sind es dann häufig Arbeitgeber, die für ihre Mitarbeiter Ladesäulen errichten wollen oder auch Taxi-Unternehmen, die wir jetzt gerade gefördert haben.
00:10:10: Also, das ist je nach.
00:10:12: Wir sprechen davon Calls, Förder-Call, also Schwerpunktsetzungen, je nachdem dann unterschiedlich.
00:10:18: Aber das ist spannend, dass wir den Lade sollen, um bei diesem Thema zu bleiben, weil ich glaube, das trifft viele.
00:10:23: Das ist ja ein Bereich, der garantiert jetzt noch im kommenden Jahr öfter nachgefragt wird.
00:10:29: Wie läuft das dann?
00:10:31: Wenn ich eine Förderung beantragen möchte, muss ich hier vorbeikommen in der Hessen-Agentur in Wiesbaden?
00:10:36: Gott sei Dank nicht, wir haben zwar ein sehr schönes Gebäude.
00:10:39: Ja, ich kann's nur, also ich kann's nur, jedenfalls herzlich.
00:10:42: Es ist sehr schön und es ist ganz neu.
00:10:44: Aber das geht natürlich über den klassischen Weg.
00:10:47: Ich glaub, auf den digitalen Weg können wir auch noch zu sprechen, aber im Prinzip wird ein Förderantrag gestellt bei uns.
00:10:56: Und dann kommt ein Prozess in Gange, der bei relativ einfachen Förderfällen wie der Errichtung einer Ladeseule, also einer investiven Förderung auch relativ stromlinienförmig einfach abläuft.
00:11:09: Wir haben bislang drei Tausend Einhundert Ladepunkte gefördert in Hessen, also eine beachtliche Zahl.
00:11:15: Da werden bestimmt noch einige kommen.
00:11:16: Da kommen bestimmt noch einige dazu.
00:11:17: Wir konzentrieren uns natürlich insbesondere auf die weißen Flecken auf der Landkarte, also den ländlichen Raum, wo auch Ladesäulen ganz besonders strategisch notwendig sind, um dann dort wieder zum Beispiel Flotten anzusiedeln und so weiter.
00:11:32: Das ist halt unsere Aufgabe, dass wir intelligent fördern, nicht einfach so mit der Gießkanne, sondern möglichst so ... dass es einen positiven Effekt auf den Standort Hessen und seine Akteure hat.
00:11:43: Wenn Sie jetzt sagen, Sie konzentrieren sich auf weiße Flecken, das heißt, gehen Sie auch aktiv auf Unternehmen zu?
00:11:50: Wie machen Sie das?
00:11:51: Das machen wir auch.
00:11:52: Wir haben regelmäßige Sprechtage.
00:11:55: Wir arbeiten mit den Industrie- und Handelskammern zusammen mit den Akteuren vor Ort, machen unsere Angebote pro Blick und haben natürlich für bestimmte Programme auch im Rahmen der Kriteriensetzung festgelegt, dass bestimmte Förderzonen bevorzugt werden, wie zum Beispiel der ländliche Raum.
00:12:15: Da gibt es ja auch wieder unterschiedliche Verdichtungskriterien.
00:12:20: Und das legen wir fest, sprechen dann die Akteure, die wir kennen in der Regel auch aktiv an und bekommen so auch in relativ kurzer Zeit sehr qualifizierte Anträge.
00:12:30: Und kann man sagen, wie viel da gefördert wird?
00:12:33: Um bei einer Ladesäutel zum Beispiel zu bleiben?
00:12:35: Da kann man Hausnummern so ... Fünfzig Prozent.
00:12:39: Das war schon ordentlich.
00:12:42: Sie haben es digitaler angesprochen.
00:12:45: Die Zukunft ist digitale.
00:12:46: Wir sind schon in der Gegenwart extrem digital mittlerweile, zumindest in den meisten Bereichen.
00:12:51: Wie sieht die Zukunft der Antragstellungen aus?
00:12:53: Ja, auch digital.
00:12:55: Wir führen gerade einen Fördermenagement-Tool an digitales ein, sodass es den Antragstellern möglich ist.
00:13:02: Ja, vom ersten Moment an mit uns über einen Online-Tool zu interagieren.
00:13:08: Das heißt, man meldet sich dort an, man stellt seine Projektskizze dort rein, man stellt seinen Antrag rein, die gesamte Bearbeitung läuft online.
00:13:16: Und das ist natürlich sehr, sehr effizient für beide Seiten, für den Antragsteller, der quasi jederzeit abbrechen kann, quasi auf Speichern drücken und kann am nächsten Tag weitermachen.
00:13:28: Und für uns, wir sehen natürlich in Status, das Projekt ist genau, wir können sämtliche Prüfschritte digital vornehmen und auch digital abbilden.
00:13:37: Man bekommt ein Dashboard, man sieht, welche Förderfälle noch offen sind.
00:13:42: Das Gleiche gilt auch für den Antragsteller, da sieht auch seinen Vorgang.
00:13:45: Also das ist für beide Seiten einfach sehr attraktiv.
00:13:48: Okay, also das klingt absolut up-to-date.
00:13:51: Und ... Sehr, sehr benutzerfreundlich für beide Seiten.
00:13:54: Absolut.
00:13:54: Die ersten Stimmen, die wir eingefangen haben, wir hatten das jetzt als Versuchsballon gestartet.
00:13:59: Bei der letzten Ladesäulenfördertranche, die wir gemacht haben, die Stimmen waren sehr positive.
00:14:07: Geht das dann auch schnell?
00:14:08: Das geht super schnell.
00:14:10: Wir können natürlich die Förderung insgesamt jetzt dadurch nicht wirklich beschleunigen.
00:14:15: Unser Ziel war auch vorher schon, schnell zu sein.
00:14:18: Schnelligkeit ist, was den Innovationsprozess angeht, essentiell.
00:14:22: Das war auch vorher schon unser Ziel.
00:14:24: Aber jetzt können wir natürlich online sehr, sehr viel agiler sein, als wenn man dann erst Schriftstücke austauschen muss.
00:14:32: Das klingt sehr schön.
00:14:33: Jetzt haben wir die Ladesäule schon rausgepickt.
00:14:36: Weil die wahrscheinlich auch in Zukunft, auch in den Jahren nach, wahrscheinlich noch häufig nachgefragt wird.
00:14:41: Aber gibt es noch ein anderes konkretes Projekt, was Ihnen vielleicht auch besonders am Herzen liegt, was Sie besonders faszinierend fanden?
00:14:46: Es gibt ganz, ganz viele sehr spannende Projekte.
00:14:49: Es lohnt sich einfach auch mal, auf unsere Webseite zu schauen.
00:14:52: Da haben wir eine Projektliste und das ist wirklich beeindruckend, was da gemacht wird.
00:14:56: Ein Projekt, was mir jetzt gerade so in Erinnerung noch ist, ist ein Ersatz für Leder.
00:15:01: Die älteren wissen ja noch, Offenbach war die Lederstadt.
00:15:05: Das ist lange vorbei.
00:15:05: Jetzt
00:15:05: würde meine Kollegin Erfrengezer jetzt hier aus Offenbach kommen.
00:15:08: Jetzt würde die groß auflaufen.
00:15:12: Wir freuen uns ja immer, wenn solche ... traditionellen Dinge irgendwie weiterleben können.
00:15:19: Und dies geschieht halt insofern, dass Innovationen stattfinden jetzt mit neuen Materialien.
00:15:25: Und da gibt es ein konkretes Förderprojekt mit einer Darmstädter Firma und der Technischen Universität Darmstadt, wo ein künstliches Leder entwickelt wird, das sehr, sehr gute Materialeigenschaften hat, sehr gut eingesetzt werden kann.
00:15:39: Die Resonanz der Zielgruppe ist sehr, sehr gut.
00:15:43: Und solche Materialinnovationen sind halt einfach auch für den Materialstandort Hessen sehr wichtig.
00:15:48: Hessen ist ein absolut toller Materialtechnologiestandort.
00:15:53: Wir freuen uns immer über solche Projekte, mit denen dann zum Beispiel auch Umwelt- und Ressourcenschutz erreicht werden kann.
00:16:01: Also natürliche Stoffe substituieren, die möglicherweise ein bisschen kritisch sind von ihrer Verarbeitung.
00:16:08: Reststoffe nutzen, so wie das jetzt hier in diesem Projekt der Fall ist.
00:16:12: Also ganz, ganz spannende Vorhaben und natürlich allzu viel Details darf ich nicht verraten, weil häufig die Projekte darin münden, das Patente.
00:16:20: noch angemeldet werden.
00:16:21: Das heißt, Vertraulichkeit ist bei uns oberstes Gebot.
00:16:24: Aber dann sind Sie auch wirklich ganz nah dran an Ideen, die vielleicht noch gar nicht für die Öffentlichkeit da sind und sind dann auch früh eingeweiht, richtig?
00:16:31: Im
00:16:31: Prinzip sind wir so was wie so ein Innovationsradar.
00:16:34: Also wir sehen recht früh, was passiert.
00:16:37: Ich stelle mir super spannend vor.
00:16:39: Was ist da so Ihr Lieblingsbereich?
00:16:41: Wo sind Sie besonders gerne dran?
00:16:44: Ach, ich hab da eigentlich gar keinen Lieblingsbereich.
00:16:46: Ich war selbst mal viele Jahre zuständig für Umwelttechnologie und für Material- und Nanotechnologie.
00:16:52: Und ja, da merkt man schon, wie viel Musik da drin ist.
00:16:55: Also, wie viel.
00:16:56: gerade die Materialtechnologie, als Enabling-Technologie, die steckt in ... in siebzig Prozent der Innovationen.
00:17:03: Und das ist einfach toll zu sehen, wie sich auch zum Teil recht kleine Anbieter hier aus Hessen ... als Weltmarktführer positionieren können, weil sie irgendwelche Spezialitäten anbieten, die es sonst nirgendwo gibt.
00:17:17: Können Sie ein Beispiel geben?
00:17:18: Naja, wir haben ein paar Firmen, die zum Beispiel im Bereich der Magnete, der ... besonderen Technologien, Magnete zu verarbeiten, sehr, sehr gut sind.
00:17:31: Und das sind natürlich Dinge, die werden überall gebraucht.
00:17:33: Jeder Elektromotor braucht einen Magnet, jede Windkraftanlage.
00:17:38: Also das sind Sachen, ohne die würde auch die Energiewende zum Beispiel gar nicht gelingen.
00:17:44: Die Verkehrswende würde nicht gelingen.
00:17:46: Das sind kleine Bausteine, die aber am Ende entscheidend sind.
00:17:52: ob eine wirkliche Energiewende, Verkehrswende funktioniert oder nicht.
00:17:56: Was mich noch mal interessieren würde, muss man eigentlich dann von allem, müssen sie von allem dann auch Ahnung haben.
00:18:02: Weil ich kann mir vorstellen, da kommen ja wirklich die neuesten, die innovativsten Ideen und da sind ja vielleicht auch Sachen dabei, wo man sagt, na ja also da ist zu viel Fantasie drin oder das ist vielleicht nicht unterstützenswert oder das wollen wir vielleicht nicht unbedingt.
00:18:17: Wer schätzt das denn dann ein, ob das wirklich sinnvoll ist oder nicht?
00:18:20: Machen Sie das?
00:18:21: Wir haben schon mehrfach per Petu Mobile zur Förderung angedient bekommen.
00:18:27: Auch viele verrückte Ideen.
00:18:29: Da muss man natürlich die Spreu vom Weizen trennen.
00:18:32: Unsere Leute haben in der Regel einen fachlichen Schwerpunkt, auf den sie sich viele Jahre konzentriert haben.
00:18:40: Das heißt jetzt nicht, dass in dem Bereich absolute Fachleute sind, aber sie kennen einfach das Marktumfeld.
00:18:46: Und ansonsten nutzen wir die Expertise im eigenen Haus.
00:18:50: Wir haben ja hier in der Hessenagentur, in der HTI und der Landesenergieagentur Spezialisten für verschiedene Themen und die schalten wir einfach mit ein.
00:18:59: Das heißt, wenn es da um Biotechnologie, um Medizinthemen geht, um Energiethemen, da brauchen wir im Prinzip nur auf den anderen Flur zu gehen und haben dort Kollegen sitzen, die das fachlich beurteilen können.
00:19:13: Und wenn wir es selbst im eigenen Hause nicht schaffen, dann schalten wir Gutachter ein.
00:19:19: Super spannendes Thema.
00:19:20: Ich könnte noch ewig mit Ihnen drüber sprechen, weil es mich selber so fasziniert.
00:19:24: Ganz viel Innovation und die wird gefördert.
00:19:27: Die Hessen-Agentur setzt sich mit beeindruckende Zahlen dafür jedes Jahr aufs Neue ein.
00:19:31: Vielen Dank an Sie fürs Erzählen.
00:19:33: Dankeschön, dass Sie jetzt schon zur zweiten Mal Gast waren im Podcast, zwanzig Minuten Hessen.
00:19:40: Wir sind bald zurück mit Folge Nummer neunzehn, dann wieder mit Efren Gezer.
00:19:44: Und bis dahin sage ich Dankeschön, auch fürs Hören.
00:19:48: Und bis zur nächsten Folge!
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