Episode 16 – Anja Gauler & Fabienne Weihrauch: Sozialer Zusammenhalt in Hessen

Shownotes

Menschen in Wohnquartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf haben oft den Eindruck: „Wir sind eh abgehängt. Es interessiert niemand. Sonst würde es doch hier anders aussehen.“ Das berichtet Fabienne Weihrauch, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Hessen e.V. (LAG), in der neuen Folge des Podcasts „20 Minuten Hessen“. Es ist noch viel zu tun rund um Quartiere, in denen sich häufende Problemlagen zur Herausforderung für die Menschen werden, die in ihnen leben. Debatten und das gemeinsame Ringen um bessere Lebensbedingungen sind Kern der Arbeit der LAG und auch der HA Hessen Agentur GmbH.

​​Radio- und TV-Moderatorin Evren Gezer begrüßt in der Podcast-Folge zwei starke Frauen: Fabienne Weihrauch und Anja Gauler, die Abteilungsleiterin Wirtschaftsforschung und Landesentwicklung in der Hessen Agentur ist. Beide setzen sich mit großer Kraft für Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf in Hessen ein: „Wir führen viele Standortbesuche und Veranstaltungen gemeinsam durch und bringen alle an einen Tisch“, erläutert Anja Gauler. Denn der Erfahrungsaustausch muss im Mittelpunkt stehen. „Es geht darum, Vertrauen zu gewinnen und zuzuhören. Wir wollen wirklich wissen, wo die Probleme sind“, sagt Fabienne Weihrauch.

Seit 25 Jahren besteht das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“. Seit dem Jahr 1999 wurden 73 Gesamtmaßnahmen gefördert. Insgesamt wurden rund 380 Millionen Euro Fördermittel vom Bund und vom Land Hessen bewilligt. Damit konnten Maßnahmen mit Kosten von über 560 Millionen Euro umgesetzt werden. Zurzeit sind 18 hessische Kommunen mit insgesamt 26 Quartieren im Programm Sozialer Zusammenhalt aktiv.

Eine große Veranstaltung steht am 15. Juni an. Dann feiert die LAG ihr 50-jähriges Bestehen. Geplant ist ein Festival mit Netzwerkpartnern, Förderern, Weggefährten und Menschen aus den Quartieren im Circus Waldoni/ Creativhof in Darmstadt-Eberstadt. Alle, die Interesse an der Arbeit der LAG haben, sind eingeladen, nach Darmstadt zu kommen und mitzufeiern. Die Hessen Agentur unterstützt das Festival als Sponsor.

Fragen über Fragen! „20 Minuten Hessen“ gibt Antworten.

Mehr Hessen Agentur gibt es in den kommenden Folgen und auf unseren Social-Media-Angeboten – also bei Facebook, Twitter und Instagram sowie auf hessen-agentur.de und auf unserem Blog hessisch.de.

Ein Podcast der HA Hessen Agentur GmbH

Transkript anzeigen

00:00:00: In der heutigen Folge geht es um ganz elementare Dinge wie Demokratie, sozialer Zusammenhalt und soziale Teilhabe.

00:00:08: Und darüber spreche ich mit zwei Damen Fabien Weihrauch und Anja Gauler – und vor allen Dingen auch darüber was die Hessen-Agentur mit diesen wichtigen Themen zu tun hat!

00:00:17: Das hören wir heute.

00:00:19: Wir helfen Hessen Aber wir eigentlich Erlebe in den kommenden zwanzig Minuten Was die Hessen Agentur für Unternehmen Städte und Dich leistet.

00:00:28: In zwanzig Minuten Hessen mit Moderatoren Efren Geser und Expertinnen und Experten der Hessen-Argentur.

00:00:42: Herzlich willkommen zu Folge.

00:00:43: sechzehn mittlerweile schon von zwanzich Minuten hessen.

00:00:46: wir haben hier in den vergangenen fünfzehn Folgen so viele interessante Themen und Projekte besprochen.

00:00:54: Und das stand ganz häufig natürlich Hessens Wirtschaft im Mittelpunkt, es wird auch heute ähnlich sein allerdings würde ich sagen mit einem etwas ganzheitlicheren Blick.

00:01:04: Und da kommt auch die Hessen-Agentur ins Spiel, die genau in diesen Bereichen eine große Rolle spielt.

00:01:10: In welcher Form?

00:01:11: Darüber spreche ich heute mit zwei starken Frauen.

00:01:14: Anja Gauler ist da von der Hessen-Agentur.

00:01:17: Hallo!

00:01:17: Wir haben uns schon in Folge vier gesprochen.

00:01:20: Ganz

00:01:20: genau.

00:01:20: Jetzt sehen wir uns zum zweiten Mal und es ist auch da Fabien Weirauch.

00:01:24: Sie sind Geschäftsführerin des Landesarbeitsgemeinschaftes soziale Brennpunkte hessenev

00:01:29: Ganz genau.

00:01:29: Herzlich willkommen in unserem Podcast!

00:01:32: Und diese Institution gibt es ja nicht erst seit gestern, es gibt tatsächlich was zu feiern in diesem Jahr?

00:01:38: Ganz genau wir feiern fünfzigjähriges Jubiläum dieses Jahr.

00:01:41: das heißt wie als Verein sind nicht in der Midlife Crisis sondern gerade am Erblühen in neuem Klans Großes vor, am fünften Juni feiern wir im Zirkus Walduni in Darmstadt.

00:01:55: Ein großes Festival, in dem es so bunt und vielfältig sein soll wie unser Verein auch ist.

00:02:02: Es gibt Talkrunden- und Zuckerwatte, Geschichtliches und Mitmachzirkus, Grußworte und Crafty.

00:02:07: Wir wollen für jeden was dabei haben.

00:02:09: Für uns ist das zentral, dass wir für alle Menschen mit denen wir als Verein zu tun haben ein attraktives Angebot machen.

00:02:16: Das heißt sowohl für die Menschen, aber auch für Menschen aus Verwaltung, für Politik.

00:02:21: Wir wollen alle zusammenbringen um gemeinsam zu schauen was haben wir in den fünftig Jahren erreicht und was werden wir in die nächsten fünfzig Jahre erreichen?

00:02:28: Also der Blick in die Zukunft wird nicht so kurz kommen.

00:02:31: jetzt haben sie schon gesagt dass der Verein sehr ja da sind ganz viele Menschen unterschiedlichsther herkommt.

00:02:37: ihr Sie sind ganz bunt und Sie müssen mir nur jetzt mal kurz erklären aus wem setzt sich diese Landesarbeitsgemeinschaft denn zusammen?

00:02:46: genau Wir sind ein Zusammenschluss, der sich vor fünfzig Jahren gegründet hat von wir sagen Bewohnerinitiativen.

00:02:52: Das sind Menschen aus benachteiligten Quartieren die sich für ihre Quartiere eingesetzt haben, die sich zusammengefunden haben gesagt haben Die Verhältnisse in denen wir hier leben, die sind nicht in Ordnung und wir müssen hier Dinge verbessern Und wir haben Ideen dazu und wir wollen gehört werden.

00:03:06: Diese Initiativen haben sich zusammengeschlossen, weil sie gemerkt haben ganz viele ihrer Themen sind nicht nur kommunale Themen die vor Ort innerhalb der Stadt diskutiert werden müssen sondern ganz viele Themen sind auch Landesthemen und haben sich zusammen geschlossen in einem Verein in der Landesarbeitsgemeinschaft soziale Brennpunkte hessenev am Namen hört man unsere fünfzig Jahre schon noch tatsächlich Und haben da Großes bewirkt in den letzten fünfzig Jahren und alles.

00:03:32: Das ist uns sehr zentral wichtig, basiert auf den Menschen in den Quartieren und auf dem was sie wollen Ziele für sich und ihre Quartiere definieren und erreichen wollen.

00:03:45: Wir werden später noch mal auch mit Frau Gaulert darüber sprechen, was genau denn da eigentlich getan wird wie Projekte aussehen?

00:03:51: Aber vielleicht können Sie mir nochmal grob erklären, wie genau sieht dann so das gemeinsame Arbeiten aus?

00:03:57: Genau also wir haben ein verschiedene Ebenen.

00:04:00: als Verein haben wir eben Mitglieder die ich eben berichtet habe.

00:04:03: es sind viele Bewohnerinitiativen sind aber auch viele Vereine und auch Einzelpersonen zum Teil die in den Quartier tätig sind.

00:04:10: Wir haben eine Geschäftsstelle.

00:04:13: hier in Frankfurt am Einsatz.

00:04:15: Wir sind allerdings landesweit tätig,

00:04:17: d.h.,

00:04:17: in benachteiligten Quartieren in ganz Hessen und wir haben verschiedene Bereiche, in denen wir arbeiten.

00:04:22: Ein Bereich, da gehen wir heute ja noch mal näher drauf ein ist das Zentrum sozialer Zusammenhalt, indem wir Partner sind.

00:04:27: Wir haben aber auch einen Jugendbildungswerk, wir haben einen Frauennetzwerk und wir sind Servicestelle im Programm Gemeinwesenarbeit.

00:04:34: D.h.

00:04:35: wir sind in den Quartier relativ ganzheitlich unterwegs.

00:04:38: man kann mit uns sowohl politische Jugendprojekte machen eine Frauentagung fahren, die wir einmal im Jahr anbieten.

00:04:45: Wo wir Frauen aus vielen Quartieren zusammenbringen und politische Themen besprechen.

00:04:50: Man kann mit uns Beteiligungsprojekte im GWA-Bereich machen.

00:04:53: Und man kann auch bauliche Partizipationen im Bereich Sozialer Zusammenhalt machen.

00:04:58: Was für ein Bereich?

00:05:00: Gemeinwesenarbeit!

00:05:02: Ich dachte jetzt wo sie von extern kommen habe ich das Thema mit den ganzen Abkürzungen hinter mich gefragt.

00:05:08: aber da

00:05:09: geht gerade weiter.

00:05:12: und fragt noch mal nach.

00:05:13: Jetzt haben Sie das Projekt, oder ich nenn's jetzt mal der Städte-Bauförderprogramm sozialer Zusammenhalt angesprochen.

00:05:21: Und da holen wir sie jetzt ins Boot Frau Gauler?

00:05:22: Sehr gerne!

00:05:25: Es gibt verschiedene Programme, um eben so eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung zu fördern.

00:05:33: Ich habe

00:05:33: ein bisschen geschaut auf der Homepage auch.

00:05:36: Wir schauen heute ganz speziell auf diese

00:05:39: sozialer

00:05:39: Zusammenhalt wo sie mit der LAG partnerschaftlich zusammenarbeiten.

00:05:44: was genau wird denn hier gefördert?

00:05:46: Also ich möchte zunächst auch darauf hinweisen, also die LIG hat fünftigjähriges Geburtstag und wir feiern in dem Programm.

00:05:53: Wo wir ja auch so eben seit twenty-fünf Jahren zusammenarbeiten.

00:05:57: Nämlich tatsächlich.

00:05:58: Fünfundzwanzig Jahre besteht dieses Städtebauförderprogramm sozialer Zusammenhalt.

00:06:03: Und wie Sie vorhin gesagt haben Wir betreuen hier meine Abteilung auch noch andere Städtenbau Förderprogramme Landesinitiativen.

00:06:10: Aber heute geht es um den sozialen Zusammenhalt Und hier steht im Fokus.

00:06:18: eine Förderung von Stadtquartieren, von Ortsteilen und Stadtteilen mit besonderen Problemlagen.

00:06:24: Das heißt städtebauliche Problemlage, soziale Problemlagen oder auch wirtschaftliche Problemlagen.

00:06:31: Und wir Hessen-Agentur kümmern uns insbesondere im Bereich Städte baulichen also den städtepaulischen Bereich und wie auch gerade Frau Weihrauch gesagt hat in die der congeniale Partner sozusagen In dem Bereich jetzt nicht investiven Maßnahmen was Aktivierung der Bewohnerschaft und Gemeinwesenarbeit, GWA zusammenhängt.

00:06:55: Das heißt also da geht es dann eher um die Gestaltung ... des öffentlichen Raums soziale Infrastruktur, solche Dinge.

00:07:03: Genau!

00:07:04: Also es geht einmal genau also mehr so in diesem investiven Bereich da geht's ziemlich genau um die Städtebau.

00:07:10: das heißt eben Ausbau der sozialen Infrastruktur von Kindergärten vor Nachbarschaftszentren und soweit aber auch eine Erhöhung der Attraktivität des öffentlicher Raums.

00:07:22: Das heißt dass man Plätze, also freie Parkzeit, grün Anlage, Freizeitanlage um den Bewohnern in den Quartieren einen attraktiven Wohn- und Lebensraum zu bieten.

00:07:35: Damit ich die Partnerschaft besser verstehe, weil die Investition oder die Förderung kommt von Ihrer Seite?

00:07:42: Wenn ich das richtig verstanden habe, kommt Ihre Verein ins Spiel.

00:07:46: Weil die Bewohnerinnen und Bewohner Hinweise geben, was wäre gut?

00:07:52: Was bräuchten wir hier?

00:07:55: Wo müssen wir dringend anpacken?

00:07:58: Ganz genau.

00:07:58: Für uns ist es sehr zentral als Element, dass die Menschen in den Quartieren leben sind die Expertinnen für ihr Quartier.

00:08:05: Niemand weiß besser, als die ... wo die Ecken sind, durch die keiner gehen will abends.

00:08:09: Niemand weiß besser welche Grünflächen nicht genutzt werden, niemand weiß besser ob ein Bolzplatz da gut angesiedelt ist als die Jugendlichen, die auf dem spielen sollen.

00:08:18: und deshalb ist es für uns ganz wichtig dass diese Beteiligung und diese Partizipation und zwar von allen Gruppen im Quartier insbesondere da stehen wir Quarname anwaltschaftlich für benachteiligte Zielgruppen, die nicht so oft erreicht werden.

00:08:32: Aber dass wir wirklich breite Beteiligungssettings haben und die Kommunen und die Akteuren vor Ort dabei unterstützen viele Leute zu erreichen um ihre Themen abzubilden damit die Investitionen die wir tätigen die ja nicht unerheblich sind auch wirklich ihren Nutzen voll entfalten können.

00:08:47: Wir sprechen gleich über Zahlen weil das müssen wir natürlich auch erfahren.

00:08:50: wie viel Gelder sind da geflossen?

00:08:51: Wie viele Gemeinden und Städte werden unterstützt?

00:08:55: Aber ich muss noch mal kurz nachfragen bei Ihnen, Frau Weihrauch.

00:08:58: Wie erfahren denn Bewohnerinnen und Bewohner davon, dass es sie gibt?

00:09:02: Und dass Sie die Möglichkeit haben sich zu beteiligen und sich einzubringen?

00:09:05: Ich persönlich hab nicht von der LHG gehört.

00:09:08: Das ist das erste Mal ... Es wird zwei, drei Menschen geben, die diesen Podcast nicht hören.

00:09:12: wie so wenigen!

00:09:13: Wie erfahren

00:09:14: die davon?

00:09:15: Also als LHGs sind wir Partner eben in diesem ... in diesem Zentrum sozialer Zusammenhalt und wir gehen im Prinzip über die hauptamtlichen vor Ort.

00:09:25: Das heißt, wir haben in den Quartieren Quartiersmanagerinnen und diese Quartier Managern haben den Zugang zu den Menschen im Quartiere Und wir unterstützen die auch nochmal, wenn es darum geht Zugänge zu bestimmten Personengruppen zu bekommen.

00:09:38: Das heißt, wir beraten auch durchaus wie erreiche ich bestimmte Gruppen oder wie muss ich Settings gestalten?

00:09:43: und wir unterstützen sie dabei tatsächlich dieses Settings gegebenenfalls durchzuführen oder auch zu schauen welche Methoden passend für euch was könnt ihr gut umsetzen, damit ihr möglichst viele Menschen erreicht.

00:09:54: Das heißt wir sind ganz viel auf so einer Meta-Ebene tatsächlich unterwegs und versuchen dadurch dass wir viele Hauptamtliche quasi in den quartieren Schulen das nach unten zu tragen.

00:10:04: Wir sind auch selbst zum Teil vor Ort und strukturieren diese Sachen mit und das ist für uns auch wichtig immer so ein Ohr an den Quartieren und an den Menschen in den Quarrieren direkt zu haben.

00:10:13: aber viel passiert da tatsächlich auch auf einer Metaebene.

00:10:17: Jetzt haben wir einen groben Überblick, was gefördert wird.

00:10:20: Da wollen wir gleich ein paar konkrete Beispiele hören.

00:10:22: Vorher müssen uns mal die Harten zahlen anschauen, also die Fakten!

00:10:26: Denn in den letzten fünfundzwanzig Jahren wurde ja wirklich unheimlich viel gefördert.

00:10:30: Also seit und neunhundertneinzig gab es dreiundsiebzig Gesamtmaßnahmen, also Fördergebiete einzelne Kommunen und Städte wo's dann natürlich auch nochmal verschiedene Quartiere gab.

00:10:40: Insgesamt wurden circa dreihundertachtzig Millionen Euro an Fördermitteln vom Bund und vom Land Hessen bewilligt Und aktuell sind achtzehn hessische Kommunen mit insgesamt sechsundzwanzig Quartieren im Programm sozialer Zusammenhalt aktiv.

00:10:54: Jetzt müssen wir nur mal darüber sprechen, also das sind die Gelder, die fließen bzw.

00:10:57: geflossen sind?

00:10:58: Was genau ist denn da die Aufgabe der Hessen-Agentur?

00:11:01: Genau!

00:11:01: Also wir sind sehr eng mit dem entsprechenden Fachreferat im Wirtschaftsministerium und sind dort praktisch die Schnittstelle zwischen Land oder zwischen dem Wirtschafts Ministerium und den Kommunen.

00:11:15: unsere Aufgabe ist im Wesentlichen die Unterstützung des Ministeriums bei der Programmsteuerung.

00:11:23: Zum Zweiten beraten wir die Kommunen oder die geförderten Standorte zu allen Fragen der Förderungen, also es ist Grundlage der Fördern sind gewisse Richtlinien.

00:11:34: Wir beraten sind geplante Maßnahmen.

00:11:37: sind diese förderfähig?

00:11:39: Ja, also das ist unsere Aufgabe die tatsächliche Geldüberweisung.

00:11:45: Das macht dann die Wirtschaftsinfrastruktur beim Käsen.

00:11:48: aber diese konzeptionelle Beratung die Prüfungen sind diese Maßnahmen förderfähig läuft bei uns und die Kommunen wenn sie mal in dem Programm sind müssen jährlich werden also pro Jahr für jedes Jahr werden dann wieder Maßnahmen eingereicht die gefördert werden sollen alles bei uns.

00:12:09: Also momentan haben wir gerade unter noch viel per Post, also wirklich hunderte kann man sagen weil wer viele Programme betreuen Maßnahmenanträge die bewerten wir für das Land Wir machen Vorprüfberichte dann besprechen wir das zusammen mit dem Ministerium der WIBank die finanzielle Förderfähigkeit überprüft und also das ist eine ganz wesentliche Aufgabe.

00:12:34: Ich muss kurz Zwischenfragen wenn ich sie jetzt richtig verstanden habe also in dem Förderprogramm drin ist.

00:12:40: Weil sie jetzt sagen, die bekommen dann jedes Jahr neue ...

00:12:43: Genau, die Einzelmaßnahmen auch.

00:12:44: Ach so!

00:12:45: Also es nicht nur so... Lassen Sie mich mal platzsagen.

00:12:48: So Offenbach ist mit drin.

00:12:50: Ich hab nämlich gesehen, da komm ich leicht drauf zu sprechen das Nordend, nämlich.

00:12:54: Und dann haben die jetzt einen Spielplatz der gefördert wird und das war's.

00:12:58: Sondern man kann sich in den zehn Jahren viele, viele Maßnahmen überlegen einreichen und gucken dass sie gefördert werden.

00:13:04: Ah okay alles klar.

00:13:06: Es ist dann nicht nur ein oder eine Maßnahme.

00:13:11: Der Bezug ist zu diesem Gebiet, also wird vorher das Fördergebiet festgestellt und in dem Gebiet.

00:13:18: Und weitere Aufgaben sind vor uns.

00:13:20: wir betreiben die Netz, also die Webseite für sämtliche Förderprogramme des Landes im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung.

00:13:29: Und da sehen Sie auch zum Beispiel zu diesem Programm Sämtlicher Standort.

00:13:33: Wir stellen bereit, genau bereiten gute Beispiele weil ganz wichtig ist eben die Netzwerkarbeit Erfahrungsaustausch.

00:13:42: Also das sind ja sehr unterschiedliche Ausgangslagen in den verschiedenen Kommunen.

00:13:47: Es werden gefördert die großen kreisfreien Städte, also Frankfurt offenbar.

00:13:52: Wie es war dann Kassel-Darmstadt aber auch kleinere oder mittelgroße städte von Hanau Wetzlar bis auch kleinare städten wie Kelsterbach.

00:13:59: Also überall wo entsprechende Problemlagen bestehen und auf der Webseite stellen wir eben immer Gute Beispiele zur Verfügung, sodass man voneinander lernt.

00:14:11: Wir sind auch also im Rahmen.

00:14:13: Erfahrungsaustausch führen wir auf viele Veranstaltungen durch und das machen wir alles gemeinsam auch.

00:14:19: Und da ist ja wieder die LAG sehr viel stärker dann aktiv, dann direkt vor Ort mit den Quartiersmanagement zu arbeiten.

00:14:27: in der Regel aber bei denen wir machen Standortbesuche machen wir meistens zusammen.

00:14:33: Also und dass hat jeder seinen Schwerpunkt Funktioniert gut, auf

00:14:37: jeden Fall.

00:14:37: Das hört sich nach einem Hand in Hand an!

00:14:40: Jetzt haben wir schon über die Beispiele gesprochen und Sie haben auch schon die Homepage genannt.

00:14:44: Ich hab mich da natürlich im Vorfeld ein bisschen umgeschaut, und habe wie gesagt gesehen.

00:14:46: also da gibt es auch noch diese Innenstadt-Geschichte in Offenbach dann das Nordendt.

00:14:50: ich bin da jetzt nur in Ofenbach hängen geblieben aber was gibt denn du durchaus?

00:14:53: Auch noch andere Standpunkte und da freuen uns vielleicht Frau Gauler wenn sie ein paar spezielle Beispiele dabei haben... Was dann so in den zehn Jahren zum Beispiel passiert?

00:15:02: Ich glaube Sie haben da etwas aus Fulda mit dabei?

00:15:04: Genau genau!

00:15:05: Ich hatte jetzt eben nichts aus den großen Schädenlödern

00:15:10: glücklicherweise selbst informieren, wer jetzt neugierig geworden ist.

00:15:14: Der findet ja dann glaube ich auch in den Zeitnoten des Podcasts der Folge auf jeden Fall nochmal alle Links die besonders wichtig

00:15:19: sind.

00:15:20: Sehr schön!

00:15:21: Ich habe mal mitgebracht oder wollte vorstellen ein Projekt in Fulda und das ist Fulder Ostend und Zia Süd.

00:15:29: Der Name dieses Projektes ist Begegnungsorte als Brücken zwischen den Kulturen.

00:15:35: Das Fördergebiet umfasst letztendlich zwei traditionelle Arbeiterwohnquartiere, es wurden also insgesamt six aus sechshundert Einwohner und ein sehr hohen Migrantenanteil wie auch von der Altersstruktur mittlerweile einen sehr hoeren Anteil oder einen überdurchschnittlichen Anteil der älteren Bevölkerung.

00:15:58: Das Gebiet zeichnet sich aus durch erstmal keine hohe Aufenthaltsqualität, also entsprechende Blockbebauung und verdichtet- und Problemlagen.

00:16:09: Und hier hat man genau in der sozialen Infrastruktur zwei große Maßnahmen gefördert.

00:16:16: das ist einmal ein Bürgerzentrum, das ist in Fulda Süd oder Zia Süd.

00:16:22: Und den Bürgerzentren werden ja eine Vielzahl an Angeboten für die Bewohnerinnen angeboten wie Mittagstisch, wie PC-Hilfen, wie Kinderbetreuung und Sprachförderungen.

00:16:38: Besonders schön finde ich auch ein Stadtteil Chor.

00:16:41: also da sehen Sie auch gerade dass soziale Miteinander wichtig ist Und auch, und das war sogar eine Maßnahme die wurde besonders ausgezeichnet.

00:16:50: Und zwar der sogenannte Leiladen.

00:16:53: Da geht es darum dass ja eigentlich Gegenstände schon des alltäglichen Gebrauchs, die man aber nicht jeden Tag

00:17:00: braucht.

00:17:00: So das Bohrmaschinen-Ding zum Beispiel?

00:17:02: Ganz genau!

00:17:03: Die Bohr Maschine wo man sonst immer irgendwie zu einem Nachbarn geht.

00:17:06: Genau.

00:17:08: Dass man sich da eben ausleihen kann und da sehen sie dann sowohl das Miteinander wird dadurch gefördert für die einzelnen Bewohner und letztendlich auch, wenn man an die Ressourceneffizient denkt, auch ökologisch gut.

00:17:24: Das Zweite, das ist auch in Fulda.

00:17:27: Das Fulder Ostendt, das Haus der Familie und dort sind hauptsächlich Angebote im Bildungsbereich.

00:17:35: Also im Haus der Familien wird es einmal das Stadtteilbüro lokalisiert und dann ist eine Kindergrippe und ein Mütterzentrum was diesen schönen Namen Mützer hat.

00:17:45: Ich bin mal so schön!

00:17:46: Ja gut,

00:17:46: passt ja von

00:17:47: der Abkürzung

00:17:48: her?

00:17:48: Ganz genau und da sind ganz viele Angebote Mutter mit Kind Vater mit Kind Geburtsvorbereitung, Krabbelcafés und so weiter.

00:17:56: Und sie müssen wir denken immer bezogen auf die Bewohnerschaft auch.

00:18:00: Also dass man da auch die kulturellen Gegebenenheiten eben auch entsprechend berücksichtigt.

00:18:06: Okay das waren jetzt schon mal ... Projekte in Fulda, im Ostend sowie ins Hier süd.

00:18:13: Jetzt haben Sie auch noch was aus Stadt Allendorf dabei?

00:18:15: Genau,

00:18:16: Stadt Allendoff liegt etwas östlich von Marburg und das hat von der Geschichte her gesehen einen extremen Zuwachs im Zweiten Weltkrieg gehabt.

00:18:25: Das ist gewachsen von einer Kleinstadt von rund hundert Einwohnern auf über zwanzigtausend Einwohner, weil dort große Munitionsproduktion stattfand.

00:18:37: nach dem Krieg war es gelungen ... Lungen dort auch Industrie anzusiedeln und das, also diese typischen Gastarbeiteranwerbung.

00:18:45: Und es führte eben dazu auch zu einem sehr, sehr hohen Migrantenanteil.

00:18:49: Also wir haben in diesem Gebiet einen Migrantenteil von rund vierzig Prozent aus siebzig Nationalitäten.

00:18:56: Durch dieses extrem schnelle Wachstum fehlt eben ein gewachsenes Zentrum.

00:19:02: Und das führt genau zu diesen typischen Problemlagen.

00:19:06: und hier hat man viele Sachen, aber eins möchte ich kurz nennen weil das ist sehr interessant, weil das zeigt auch die das Mitmachen oder die Aktivierung der Bewohner.

00:19:16: und zwar ging es darum den Park neu zu gestalten.

00:19:21: und da besonders schön ist eben ein Projekt, da ging es um die Kinder,

00:19:24: d.h.,

00:19:26: Stadt Allendorf durften ihre Ideen malen, also aufmalen was sie für Gräte haben wollten und auf großen Papieren.

00:19:34: Das wurde tatsächlich als Basis genommen für Spielzeughersteller und so wurde dann auch nach den Vorstellungen der Kinder ein Piraten-Nest gestaltet und das ist das absolute Highlight des Parks.

00:19:48: Also wer mal unterwegs sind statt Allendorff?

00:19:50: Der schaut sich auf jeden Fall einmal das Piratennest an!

00:19:55: viele tolle Projekte, von denen Sie jetzt auch erzählt haben.

00:19:58: Frau Weihrauch, vielleicht sprechen wir genau über diesen springenden Punkt die Beteiligung der Menschen vor Ort in diesen Quartieren?

00:20:08: Wie ist Ihr Feedback ... Nehmen dann ja auch, gerade wenn solche Dinge umgesetzt worden sind.

00:20:14: Stimmungen war vielleicht kommt man auf sie zu oder die Quartiersmanagerinnen und Managern inwiefern verbessert das so ein bisschen die Lebenswelt in diesen Quartieren?

00:20:24: Und inwieferen hilft es vielleicht auch bei der Integration?

00:20:28: Wie ist ihr Gefühl dazu?

00:20:30: Die Lebenswelt verbessert's auf jeden Fall!

00:20:32: Wenn es das nicht tun würde wären wir nicht dabei.

00:20:35: Tatsächlich ist aber so dass ... Es geht ja darum, dass die Menschen anfangen sich mit ihrem Stadtteil mehr zu identifizieren, auseinanderzusetzen und sich auch erleben als Gestalter.

00:20:47: Und das ist ein großes Thema, dass wir an vielen Stellen haben, dass Menschen insbesondere in solchen Quartieren das Gefühl haben sind eh abgehängt.

00:20:55: es interessiert niemand was hier ist weil sonst würde es hier ja anders aussehen und sonst gäbe es hier andere Dinge.

00:20:59: und dann kommen plötzlich Menschen und die sagen hey wir wollen wirklich wissen und sehr viele unserer QuartiersmanagerInnen vor Ort für eine harte Kämpfe, immer wieder den Menschen zu sagen ehrlich wir wollen das wirklich wissen und wir wollen wirklich damit arbeiten und da was mitmachen.

00:21:15: Und es geht darum vertrauen zu gewinnen dass diese Dinge tatsächlich umgesetzt werden und wenn Menschen erleben, dass ich Ideen habe.

00:21:23: also wenn die Kinder erleben Ich habe eine Idee Wir haben sie reingegeben und nachher steht die da und ich kann darauf spielen sind es Kinder die aufwachsen mit der festen Verzeugung Das Dinge die sie tun etwas verändern können und das hat viel damit zu tun wie ich Dinge wahrnehme.

00:21:38: Und wir haben ganz am Anfang über den sozialen Zusammenhalt um Demokratie-Themen, um die wir ringen gesprochen und ich glaube das sind Dinge, die sind wichtig dass wir den Menschen das Gefühl geben, dass sie was verändern können und dass sie gehört sind.

00:21:50: und deshalb haben wir zum Beispiel auch das Thema Demokratie noch mal inhaltlich sehr stark auf unsere Fahnen geschrieben.

00:21:57: Da gibt es ja auch tatsächlich Veranstaltungsreihen zu.

00:21:59: Genau!

00:22:00: Wir haben eine Veranstaltung Reihe, die wir in Kooperation mit anderen Bereichen machen wo's uns darum geht nochmal deutlich zu machen Beteiligung auch Demokratie stärken kann, wie wir auch bestimmten Tendenzen einfach gut entgegenwirken können.

00:22:13: Die natürlich auch in diesen Quartieren irgendwie ihren Raum haben.

00:22:17: aber deutlich zu machen nein uns geht es darum vielfältige Quartiere zu gestalten die lebenswert sind und es geht uns nicht darum Dinge aus Menschen auszugrenzen oder Themen wegzureden sondern es geht darum gemeinsam gute.

00:22:36: Das kann in diesem Kontext nur so gelingen.

00:22:38: Und das muss man auch noch mal sagen, da ist Hessen wirklich bundesweit ein großes Erfolgsmodell, weil wir tatsächlich die Situation haben, dass in Hessen mehr als in jedem anderen Bundesland dieses Partizipations- und Beteiligungsthema sehr stark im Fokus steht.

00:22:52: Es liegt an unserer Partnerschaft, es liegt an vielen Jahren Erfahrung in diesem Feld.

00:22:57: Und es ist zentral wichtig um zum Gelingen beizutragen, denn wir können noch viele Steine verbauen.

00:23:02: Wenn wir sie nicht mit Leben füllen, dann werden Ja,

00:23:06: extrem wichtiges Statement finde ich Frau Weirau.

00:23:08: Also sehr spannend!

00:23:10: Von welchen Bereichen man sich dem Thema Demokratie nähern kann?

00:23:14: Welches Demokratie umsetzt und dann auch sichert.

00:23:17: also extrem

00:23:18: spannend?!

00:23:19: Wir sind schon wieder so gut wie am Ende unserer zwanzig Minuten Hessen.

00:23:23: wir müssen aber noch mal ganz kurz über das Jubiläums ja sprechen denn dass damit wollen wir es auch abschließen wir haben damit begonnen.

00:23:29: was steht denn noch besonderes an?

00:23:30: Also dieses Jahr ist ganz besonders, dass wieder ein paar Kommunen ausscheiden aus der Förderung.

00:23:35: Wie gesagt, wir

00:23:36: haben diese Idee

00:23:37: genau.

00:23:38: Und dazu mit seiner Ausschreibung, also erfolgt eine Ausschreibung, die jetzt auch in Kürze, also in den nächsten Tagen kann man sagen veröffentlicht wird und da können wir nur hoffen... Wir rufen alle Kommunen auf, also beteiligen sie sich gerne!

00:23:53: Sie haben gehört, das hilft ihren Bewohner.

00:24:00: und ihren Projekten, und ihre Ideen.

00:24:03: Wir sind sehr gespannt auf die Bewerbungen, die wir prüfen werden.

00:24:09: Und wir hoffen, dass wir sowohl in diesem Jahr als auch im Jahr-Zweißen-Fünfe-Zwanzig neue Kommunen aufgenommen haben.

00:24:16: Ich hatte gegen Ende des Jahres eine entsprechende Veranstaltung.

00:24:21: Ich hoffe mit Ministern, wo dann auch ne feierliche Aufnahme der Kommunen erfolgen wird.

00:24:29: eine Zeremonie abprobiert.

00:24:30: Wunderbar, da gibt's aber glaube ich auch noch mal ganz viele Informationen auf der Webseite des Förderprogramms.

00:24:37: Vielen

00:24:37: vielen Dank!

00:24:38: Wollten Sie noch was sagen Frau Weihrauch?

00:24:39: Ich

00:24:40: habe

00:24:41: so viel gelernt.

00:24:43: wie gesagt allein schon die Tatsache dass es so etwas wie die LAG gibt sehr wertvoll, sehr wertfolle Arbeit und vor allem dann auch in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

00:24:51: Ganz lieben dank das sie uns davon berichtet haben Frau Gauler.

00:24:53: Sehr gerne

00:24:55: Und dann freue ich mich auf die nächste Folge als nächstes

00:24:58: erwartet.

00:25:00: Das war, zwanzig Minuten Hessen!

00:25:03: Mehr Hessen-Agentur gibt es in den kommenden Folgen und auf unseren Social Media

00:25:07: angeboten –

00:25:08: also bei Facebook, Twitter & Instagram sowie auf hessen-agentur.de.

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